Theorie und Praxis

Seit längerem werden mehr ICSI- als IVF-Zyklen durchgeführt. Das gilt sowohl für Deutschland als auch alle größeren Register in anderen Ländern. Erklärbar wäre das unter anderem dadurch, dass eine ICSI oft auch bei nicht-andrologischer Indikation erfolgt.

Interessant sind daher die Resultate einer retrospektiven europäischen multizentrischen Studie zum Vergleich von IVF und ICSI bei nicht-andrologischem Faktor (Drakopoulos et al. ICSI does not offer any benefit over conventional IVF across...

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In der Myom-Therapie findet die Embolisation der Arteria uterina (uterine artery embolization, UAE) zunehmend Anwendung. Dabei ergibt sich die Frage, ob die Embolisation als unerwünschter Effekt die Perfusion der Adnexe negativ beeinflusst und daraus ggf. eine Reduktion der ovariellen Reserve resultiert. Dieser Fragestellung widmet sich eine aktuelle Meta-Analyse (El Shamy et al. The impact of uterine artery embolization on ovarian reserve: A systematic review and meta-analysis. Acta Obstet....

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Die nachteiligen Auswirkungen einer manifesten Schilddrüsenunterfunktion bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft sind seit langem bekannt und eine erforderliche Therapie unstrittig. In den vergangenen Jahren sind durch die beteiligten Fachgesellschaften jedoch neue und teilweise voneinander abweichende Leitlinien hinsichtlich der Notwendigkeit einer Schilddrüsenhormontherapie bei milderen oder subklinischen Verlaufsformen publiziert worden. Diese zeichnen sich durch eine TSH-Erhöhung bei im...

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Es ist bekannt, dass die operative Versorgung einer Hydrosalpinx die Schwangerschaftsrate bei einer nachfolgenden IVF signifikant erhöht (Johnson et al. Surgical treatment for tubal disease in women due to undergo in vitro fertilisation. Cochrane Database Syst. Rev. 2010; 1: CD002125) und das Abortrisiko signifikant reduziert (Harb et al. Hydrosalpinx and pregnancy loss: a systematic review and meta-analysis. Reprod. Biomed. Online 2019; 38: 427-441).
Unklar ist allerdings, ob eine...

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ICSI vs. IMSI

Seit längerem bieten manche Zentren die IMSI zur morphologischen Selektion von Spermien als ergänzende Methode zur ICSI an. Fraglich ist allerdings der Nutzen dieses Verfahrens.

In einer Cochrane-Analyse zeigte sich 2013 kein Vorteil der IMSI/ICSI gegenüber der konventionellen ICSI (Teixeira et al. Regular (ICSI) versus ultra-high magnification (IMSI) sperm selection for assisted reproduction. Cochrane Database Syst. Rev. 2013; 7: CD010167).
Aufgrund seitdem publizierter weiterer randomisierter...

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Die medikamentöse Behandlung der Tubargravidität mit Methotrexat (MTX) ist etabliert, aber die verschiedenen Therapieprotokolle werden häufiger kontrovers diskutiert.
In einer aktuellen Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien (bis Juli 2018) wurden die Ergebnisse im „single-dose“-, „two-dose“- und „multi-dose“-Protokoll verglichen (Alur-Gupta et al. Two-dose versus single-dose methotrexate for treatment of ectopic pregnancy: a meta-analysis. Am. J. Obstet. Gynecol. 2019; 221:...

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Das mit einer Prävalenz von 8-13% häufige PCO-Syndrom (PCOS) kann und muss individuell unterschiedlich therapiert werden.
Nach einem Review von Studien bis Januar 2017 wurden 56 randomisierte kontrollierte Untersuchungen in einer aktuellen Meta-Analyse eingeschlossen. Diese Studien verglichen den Effekt von kombinierten oralen Kontrazeptiva (KOK) und/oder Metformin beim PCOS (Teede et al. Effect of the combined oral contraceptive pill and/or metformin in the management of polycystic ovary...

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Durch Studienergebnisse aus den 80er Jahren galt bei der Verwendung von Clomifen zur ovariellen Stimulation lange, dass es das Risiko für Neuralrohrdefekte erhöht. Auch heute noch begegnet man dieser Aussage nicht selten.
Eine 1995 publizierte Meta-Analyse von Beobachtungsstudien beschrieb ein Risiko von 1,08 (95% CI 0,76–1,51) und widersprach damit diesem Zusammenhang (Greenland & Ackerman.  Clomiphene citrate and neural tube defects: a pooled analysis of controlled epidemiologic studies and...

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